29.06.2022 – Thundermother / Dymytry

Man muss alles mitnehmen, was geht!

Dymytry
Dymytry

Das Leben nach der Pandemie ist das Leben vor der Pandemie. Und wer weiß schon, waas uns im Herbst blüht. Zumindest rechnen Experten mit einem neuen Supegau. Ich glaube da ja noch nicht daran, da die Menschen hungrig sind. Konzerte, Festivals und sämtlich Großveranstaltungen finden aktuell und ohne Impfnnachweis, Maskenpflicht oder sonstigen Einschränkungen statt. So auch das Konzert von Thundermother im Kühlhaus Flensburg.

Doch beginnen wir mal von vorne. Das Kühlhaus ist eine relativ kleine Location, dennoch größer als das Indra in Hamburg (siehe Beitrag: Bury Tomorrow) Der Vergleich ist aber nicht ganz so abwägig, wie man denkt, denn das Indra, sowie das Kühlhaus haben einen 1A-Außenbereich (der des Kühlhauses noch deutlich besser!). Aber was rede ich hier um den Brei. Ungewöhnlicher Weise musste man vor dem kulturgefördertem Haus in Flensburg in der Schlange anstehen. Der Einlass ging aber recht zügig und die Mitarbeiter waren (wie immer!) gut drauf. Nach ein paar kühlen Drinks (zu überigens absolut fairen Preisen) gingen wir in den Innenbereich um Dymytry zu sehen. Ich bin ja eigentlich nicht so der Fan dieser Combo. Düsteres Erscheiningsbild und gruselige Masken (gäähn!), begleitet von einem teilweisen zu soften Sound. Also ein ähnlicher Effelt wie bei Lordi, wo nach dem fassungslosen Anblick ein softer Hard Rock-Sound folgt. Zugegebener Weise war die Live-Performance der Tschechen gar nicht mal so übel.
Wurde die „Masse“ vorerst noch auf englisch angesprochen galt dies am Ende vergessen und der Sänger konnte plötzlich Astreines deutsch. Das hat mich doch stark verwundert, zumal ich die Band schon einmal als Vorgruppe warnehmen durfte, und hier nur englisch gesprochen wurde. War deren Playlist bei der ersten Begegnung noch rein tschechisch, wurde bei diesem Konzert nur englisch gesungen. (Aktuelles, rein englisches Album: Dymytry – Revolt).

Doch jetzt mal zum Westenlichen: Thundermother

Thundermother
Thundermother

Die Hard Rock-Ladys aus Schweden haben das kleine Städtchen Flensburg gefunden und – hauen auch gleich wieder! WTF!!! Was war da los? Wir kommen gerade auf den Parkplatz an, fahren an uns die Mädels von Thundermother mit einem gewollt, rostigem Oldsmobil an uns vorbei. Leider entgegengesetzter Richtung von der Konzert-Location. Doch fiel mir da gleich ins Auge, dass es sich beim Fahrer des Fahrzeuges um meinen Tätowierer „Nori“ von Black Pearl handelt.

 

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Das machte Hoffnung, das es sich nur ein Ausritt für eine kleine Tätowierung handeln kann. Vermutlich lag ich da richtig, den pünktlich zum Auftritt waren alle Mitglieder der Thundermothers vor Ort.

Die Schwedinnen begeisterten nicht nur durch glänzendes Aussehen, sondern vor allem auch durch Ihren saftig, rotzigen Sound. Die Playlist war mit den geilsten Songs gefühlt und die Bude verwandelte sich förmlich in eine Hölle aus unfassbarer Hitze und coolen Riffs. Die Mädels wissen es, die Menge mitzureißen und anzufeuern. Zwischendurch kam für viele überraschend die Gitarristin Filippa Nässil von der Bühne und smashte ihr Solo mitten in der Zuschauermenge. Aufruhe und Begeisterung machte sich breit.

Gitarristin Filippa Nässil
Gitarristin Filippa Nässil
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