04.03.2020 – Beartooth (The Amity Affliction, Higher Power)

Ein Konzert, was in die Geschichte eingehen sollte.

Wer hätte am Ende gedacht, dass dieses Konzert in die – zumindest unsere persönliche – Geschichte eingehen wird? Aber fangen wir doch mal von vorne an. Am Kiez in die wunderbar überrteuerte Tiefgarage eingecheckt, ging es vorbei an der legänderen Kneipe „Zum Goldenen Handschuh“, in Richtung „Grosse Freiheit 36“, die bereits sehr rechtzeitig die Türen geöffnet

Higher Power
Die Opener: Higher Power aus UK

hatte und wir direkt in den Hafen des Metals einlaufen konnten. Nach dem obligatorischem Merchandise-Check und dem dazugehörigem Kaltgetränk startete das Kombi-Konzert mit Higher Power. Hardcore-Punk aus England. Vielleicht muss man diesen Musikstil lieben um ihn nicht zu verfluchen und das Gefühl zu haben, der Sänger habe immernoch die Spritze im Arm stecken.

Es folgte der Auftritt der 2003 in Australien gegründete Post-Hardcore-Band The Amity Affliction. Das war ein Konzertauftakt nach

The Amity Affliction
The Amity Affliction

meinem Geschmack, auch wenn die Band bis Dato an mir völlig vorbei gegangen zu sein scheint. Sie überzeugten in kompletten Lagen wie

Kawoooms, Stimmung, Geballer, Stimmung und Kawoooms.

Beartooth. Endlich! Die zu diesem Zeitpunkt beschriebene Infektionskrankheit COVID-19 breitet sich in Deutschland bereits um den Januar 2020 aus (und jetzt wird der Leser wissen, warum dieses Konzert Geschichte geschrieben hat). Zum Zeitpunkt des Konzertes war es noch ruhig in und um Hamburg. Infektionsgeschehen waren nicht der Rede wert und doch spürte man selbst ein wenig Beklemmung, als man in der Masse vor der Bühne stand. Man wusste ja nicht, welche Ausmaße dieses Virus noch nach sich tragen würde.

Das RKI bewertete das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland am 28. Februar 2020 zunächst als „gering bis mäßig“, seit dem 17. März als „hoch“ und für Risikogruppen seit dem 26. März als „sehr hoch“

Spätestens aber als die aus Ohio stammenden Headliner Beartooth auf der Bühne standen, war alles vergessen. Im Nachgang war dieser Auftritt ein epischer. Es wurde getanzt, gepogt und gefeiet. Crowdsurfen, Stagediving. Alles Dinge die man sich zum heutigen Zeitpunkt (22.12.2020) schon gar nicht mehr vorstellen kann. Seit Monaten gibt es de facto keine Konzerte mehr. Abstand heißt die Devise. Mittlerweile bietet jede Metalband einen Mund-Nasen-Schutz, verziert mit Ihrem Logo im Merchandise-Repertoire an. „Damals“ noch undenkbar.

Wer hätte damals gedacht, das es unser letztes Konzert sein sollte?

Zumindest für das Jahr 2020… hoffentlich!!!! Weitere Karten hatten wir ja bereits in unseren Schränken, doch all diese Veranstaltungen wurden bis auf weiteres verschoben. Aber zurück zu den Bärenzähnen.

Beartooth
Beartooth

Die „Grosse Freiheit 36“ steht für Freiheit – nicht aber unbedingt für Größe.Bitte nicht falsch verstehen, denn die Location ist schon recht geil, aber eben zu klein um Pyrotechnik ohne ein Abfackeln des Gebäudes zu zünden. Zündelt die Band doch schon recht gerne das einoder andere Feuerfontänchen, mussten die Fans sich in Hamburg mit explodierenden Lichtkegeln und -effekten zufrieden geben. Aber ganz ehrlich, das hat zu keinem Abbruch der Stimmung gesorgt. Fast schon im Gegenteil, denn so konnten die Besuche sich gepflegt auf das Durchdrehen und Asuflippen konzentrieren. Leute, das Konzert war der Hammer – lasst es euch gesagt sein!!!

 

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