28.05.2019 – Disturbed

Seit über 25 Jahren besteht diese Band nun und sie sind lange Zeit an mir vorübergegangen. Irgendwie war da keine „Connection“. Erst Jahre später fing ich wieder mal an in die Alben von Disturbed rein zu hören. Und als der „Sound of Silent“-Hype ausgebrochen war, konnte man nicht anders, die alten wie neuen Songs raus zu holen, da einem das Chart-Coverstück (ursprünglich von Simon & Garfunkel gesungen) ganz schön auf die Eier ging.

Nun gut. Kommen wir vorerst zur Vorgruppe SKINDRED. Dies Kameraden habe ich bereits auf dem Elb-Riot Festival kennen lernen dürfen, wo ich ehrlich gesagt positiv überrascht bis neugierig wurde und mir auch in den heimischen Wänden das ein oder andere mal angehört hatte – sie dennoch aber nie verinnerlicht habe. Jetzt – hier auf dem Konzert – war ich ein wenig angenervt von der hippeligen Tour des Sängers. Stimmung machen kann er ja schon – allerdings auch die eigenen Songs kaputt machen. Die Band hat es wohl leider nicht geschafft in mein Repertoire mit aufgenommen zu werden und so bleibt mein Regal frei von Reggae-Metal-Gehoppe.

Doch nun zum Hauptact DISTURBED. Begonnen bei dem Introvideo kam schon der erste Schlag ins Gesicht. Es wurden Videos aus vergangener Zeit vorgeführt. Finde ich pauschal ja mal ganz gut… wenn da nicht die massigen Einspieler von deren Live-Konzerten und Festivalauftritten drin vorkämen. Das waren wohl deren besten Liveauftritte. Feuerwalzen, Explosionen, Rauch und Konfettikanonen – all dieses, was wir hier in der Alsterdorfer Sporthalle nicht erleben werden – war später die Erkenntnis. Auch später gab es, bis auf ein paar Videoeinspieler ,schon mal komplett rein gar nichts an Show. (Lichteffekte ausgenommen).
Etwa in der Mitte der Setlist wurde die Stimmung heruntergefahren und die Depri-Phase mit 3 aufeinanderfolgenden Balladen ausgepackt. Das war zurückschauend gar nicht sooo schlecht, denn dann war die schlimmste Zeit ja überstanden. (btw.: The Sound of Silent hat mich weniger gepackt als Reason to fight). Nachdem der Sänger sich dann die Sorgen vom Leibe gesabbelt hatte, wurde das Programm fortgeführt.

Mein Fazit: Kann man machen – muss man aber nicht. Da ich ja nun nicht so der Disturbed-Textsichere bin, hatte mir ein wenige mehr an Unterhaltung (Show) erhofft. Es war zwar mal wirklich nur auf den Kern beschränkt – die Musik – dennoch denke ich sollte man nach so vielen Erfahrungsjahren wissen, das zumindest ein kleines Rahmenprogramm dem Ganzen gut tun würde. Noch mal live sehen? Nein, wohl eher nicht – auch wenn es mir insgesamt ganz gut gefallen hat (auch wenn es nicht ganz danach klingt).

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